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Erst durch Schätzen entsteht Wert

Schande über uns, daß wir erst jetzt beginnen, helfende Berufe zu schätzen. Plötzlich wird von deren ´Systemrelevanz´ gesprochen. Doch: wie drückt sich das für diese Menschen in Zahlen aus? Friedrich Nietzsche hat einmal gesschrieben: ´Durch das Schätzen erst giebt es Werth´. Wenn das Gehalt einer Krankenschwester unserer Wertschätzung entspricht, dann scheint uns deren Leistung doch nicht sonderlich wertvoll zu sein.

Es darf doch nicht einfach der übliche Alltag wieder einkehren. oder?

Also, wenn diese Krise einmal überstanden ist, dann soll für Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und viele andere helfende Berufe einfach so der übliche Alltag wieder losgehen? Oder weiter gehen? Ist es das? Der alltägliche Streß und die oftmals psychische Last sind schon im "normalen" Pflegealltag erdrückend genug. Nach dem, was derzeit in der Krise von den Helferinnen und Helfern geleistet wird und noch zu leisten sein wird, da wiegt diese körperliche und seelische Last doch noch um einiges schwerer. Da kann und darf es doch nicht einfach so für diese Menschen weiter gehen, wie seither, als sei nichts gewesen? Wir alle müssen unterstützen!