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Berlin. Minus 15 Grad.

Auf Geschäftsreise in Berlin. Am Morgen in der Frühe vor´s Hotel. Arschkälte! Minus 15 Grad Celsius. Die Gesichtsmuskulatur erstarrt augenblicklich, der Gesichtsausdruck ist konserviert. Erst später im Messezentrum entspannt es sich wieder.

Am Abend ist nicht mehr ganz so kalt. Vielleicht -8 Grad. Ich gehe Richtung Potsdamer Platz. Unterwegs flüchte ich erst in die Mall of Berlin, um mich aufzuwärmen. 

 

Abendessen im Café Josty.

Dann weiter zum Brandenburger Tor. Wir müssen uns gegen den eisigen Wind legen. Wir, das sind die Touristengruppen und ich, der sich möglichst in deren Windschatten aufhält.

 

Am Holocaust-Mahnmal bleiben sie stehen. Der Führer gibt seinen Kommentar dazu ab. Der Führer - wie sich das anhört. Der Reiseleiter ist gemeint.

 

Ich steige zwischen die Betonblöcke, tauche völlig darin unter. Der Eiswind verschwindet. Mir ist, als wollte sich der Beton über mir schließen. Bedrückend. Nur durch das Mondlicht bleibt die Stimmung erträglich.